Who is Who der Ärzte | Hilfe

Die disziplinarischen Imperative der Ökonomen werden kommen
... Sehr geehrter Herr Kollege Ems,

in Ihren Verlautbarungen zur neuen GOÄ haben Sie künftige Verbesserungen in der narrativen Medizin herausgestellt, zugleich aber auch Bedenken gegenüber der neuen Kommission geäußert. Ich möchte Ihre Bedenken kritisch verschärfen.

Aus der leidvollen Geschichte des Einheitlichen Bewertungs-masstabes kennen wir punktuelle Höherbewertungen ärztlicher Leistungen. Nachzulesen in den EBM-Kompendien 1993 bis 2014, die im Laufe der Jahre immer dicker wurden.

Vor allem ärztliche Gesprächsleistungen (Ziffern 10-14, 10-61,11-14 usw.) wurden zeitweise ...

Meinen Beruf als Zahnarzt habe ich geliebt, doch die Arbeitsumstände in Deutschland habe ich gehasst
... Ich habe auch bis zu meinem 66. Lebensjahr meinen Beruf als Zahnarzt und Fachzahnarzt für Oralchirurgie gerne ausgeübt. Was aber nicht heißt, dass ich die Umstände, unter denen ich gezwungen war, ihn in Deutschland auszuüben, nicht zunehmend gehasst habe (und ich bin mit dieser Beurteilung sonst sehr zurückhaltend, zumal ich mich nachgewiesenermaßen auch aktiv bemüht habe, daran was zu ändern).

Im Laufe der Jahre habe ich nämlich die Gelegenheit gehabt, die Zustände in den U.S.A., der Schweiz, Österreich und Frankreich näher kennenzulernen und zu vergleichen. Ich habe zwei Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht eng verfolgt, die von denen nicht einmal zur Entscheidung angenommen wurden! Klagen gegen die Nichtanpassung der privaten Gebührenordnung für insgesamt 46 (sic!) Jahre. Ich habe mein gesamtes Berufsleben zu Preisen von 1965 gearbeitet. Mit Begründungspflicht ab dem 2,5-fachen Steigerungssatz! 1965 ging die Gebührenordnung bis zum 6-fachen Satz OHNE Begründung "nach billigem Ermessen".

Das wir uns trotzdem immer noch irgendwie durch Mehrarbeit und trotz weitgehend sinnentleerter Bürokratie durchgebissen haben, ist erstaunlich, wird oft auch damit ...

Die ärztliche Honorarverteilung gehört refomiert
... Wissen das die Stuhldiagnostiker und die anderen "Vornewegabzugsberechtigten", dass sie demnächst ganz tapfer sein müssen, wenn sie denn kommt, die "gezielte Aufhebung der Fehlverteilung"? Und wer wird es ihnen sagen? Sie? Herr Gassen?

Wir haben es gerade erst in den letzten Tagen hier mehrfach gelesen, dass die von einem ausgewiesenen "Experten" postulierten 100.000 Euro, die man angeblich als Kassenarzt pro Jahr locker "machen" kann, für gar manchen "Grundversorger" selbst bei gut gefülltem Wartezimmer kaum erreichbar sind. Und nun stellen Sie sich so einen "Vornewegarzt" vor: Die 100.000 Euro sind für den der Inhalt der Portokasse, die "macht" der allein mit einer Handvoll Ziffern so ganz nebenbei (im Monat, nicht im Jahr), und daneben verdient er natürlich auch noch richtig Geld.

Und nun (demnächst) soll der mit 100.000 Euro im Jahr klarkommen, wie so ein ...

Es spricht nichts gegen eine Patienten-Selbstbeteiligung
... Also ist die Forderung ohne Bremse alles zu bezahlen utopisch! Das hat sich der Kassenarzt selber zuzuschreiben. Jeder dieser kleinen Geldgierrüssel wird das Hamsterrad anwerfen bis es glüht, um möglichst viel Geld zu saugen.

Die Forderung ärztliche Grundleistungen (Beratung, Untersuchung, Diagnosestellung,Therapieplanung) deutschlandweit gleich zu bezahlen, halte ich durchaus für vernünftig, wenn es zu einem angemessenen Preis erfolgt. Was übrig bleibt ,kann man dann für weitere Leistungen ausgeben.

Eine kostengünstige, völlig ohne Bürokratie auskommende Kontrolle, kann man durch die Selbstbeteiligung des Patienten pro Arztbesuch in Höhe von ca. 30.-€ erreichen. Nimmt man die kolportierte Zahl von 19 Arzt-Patient-Kontakten in Deutschland pro Jahr, reden wir über 570.-€ pro Patient , das entspricht dem Wert eines ...

Das Problem mit den ärztlichen Funktionären
... Ärztliche Funktionäre sind Leute,

- die das tun, was Frau Pfeiffer und der AOK gefällt

- die gerne eine Million Abfindung kassieren, wenn ihr Dienstvertrag vorzeitig endet

- die sich auch bei Totalversagen 30 Prozent Gehaltserhöhung gönnen

- die Abrechnungsgesellschaften für Selektivverträge gründen, um mit ihrer „Ersatz-KV“ richtig Kohle zu machen

- die behaupten, die KV (eine Behörde!) vertrete „ärztliche Interessen“ in freier „Selbstverwaltung“

- die sich seit Jahrzehnten nicht ...

Ich arbeite auch mit 65 ausgefüllten Lebensjahren noch ausgesprochen gerne
... Ich z.B. als ausgewiesener Alt-Kader und KV-Knecht arbeite auch mit 65 ausgefüllten Lebensjahren noch ausgesprochen gerne und finde mich in meiner Sinnsuche seit mehr als 30 Jahren in diesem Beruf und dieser Art Tätigkeit ausgefüllt und zufrieden.

Ich übersehe keineswegs die Schwierigkeiten und Fehlentwicklungen des von der Gesellschaft so gewollten und akzeptierten Systems, ich finde viel Schatten und dennoch auch viel Licht, und bemühe mich innerhalb der KV und meiner Netztätigkeit um mehr Licht und weniger Schatten.

Ich wandle demzufolge nicht im ...

Ärzte und Mathematik - ein unauflösbarer Widerspruch
... Nein, lieber Kollege. Es ist schon eine Sache von Angebot (Medizinabsolventen) und Nachfrage (Ärzte, die den Ruhestand erreichen).

Montgomery irrt nur in der Zahl der Studienplatzreduktion - die betrug von 1983 (als man die 'Ärzteschwemme' erkannte) bis 1998 gesamtdeutsch nämlich 25 %! Heute kommen 9000 Absolventen pro Jahr von den Universitäten. 6000 landen tatsächlich im deutschen Versorgungssystem (die anderen kriegen Kinder, gehen in die Industrie oder gleich ins befreundete Ausland usw.).

Ein weiteres Manko der Ärztestatistik ist, dass sie beim ...

Wenn die Flatrate-Mentalität ausgedient hat, gibt es eine Menge zu tun, Herr Gassen
... 1. Machen Sie die Köhler'sche Punktwertkosmetik rückgängig. Die einzelnen Leistungen werden wieder mit der alten Punktzahl bewertet, der Punktwert wird auf einem zeitgemässen Niveau mit ca. 7 ct. angesetzt.

2. Die Leistungen der Flatrate-Grundversorger werden unter Vorwegabzug aus der MGV vergütet; wenn noch Geld übrig ist, werden Sonderleistungen wie Labor, Humangenetik, ambulante OPs etc. bezahlt.

3. Wenn das Geld alle ist, ist auch die ...

Ich verdiene keine 100.000 Euro im Jahr - und mache trotzdem alles richtig
... Es sind unter 90.000 im Jahr inklusive Privateinnahmen, vor Steuer und vor Krankenversicherung etc. Und wenn der Herr Professor Merk mit Vollzeit die 40 Std Woche meinte: Bei mir sind es mit Nachtdiensten über 50 Std die Woche.

Und ich behaupte: Ich mache alles richtig: Ich mache gute Arbeit, ich lass mich nicht hetzen, ich nehme mir für jeden Patientenkontakt die Zeit, die wir beide brauchen.

Nein, nicht ich mache etwas falsch. Solche "Experten" und "Berater" wie der ...

Mehr Ärzte bedeutet eher eine niedrigere Bezahlung
... 1. Zuallererst bessere Bezahlung kann eventuell zur einer höheren Anzahl von Medizinstudenten führen. Mehr Ärzte bedeutet eher niedrigere Bezahlung!

2. Alles andere (Motivation, Entlastung, Flexibilität, etc. ) regelt sich dann durch die bessere Bezahlung automatisch...

Montgomery ist ...

Junge Ärzte machen um ländliche Gebiete nach wie vor einen großen Bogen
... Soviel Hurrapropoganda ist nicht gerechtfertigt. Die von Ihnen angegebenen Tatsachen bringen nie und nimmer die Wende beim vordringlichsten Problem, nämlich der Nachwuchsbesetzung auf dem Land. Um diese Gebiete machen die jungen Mediziner nach wie vor einen großen Bogen, weil die Arbeit hier betriebswirtschaftlich immer schlechter sein wird, als in der Stadt, die Lebensqualität nicht mit der Stadt vergleichbar ist und ebenso die Ausbildungssituation für die Kinder, usw. Weiterhin wird das Dienstproblem von Tag zu Tag akuter. Der BHÄV kämpft hier zwar weiterhin sehr wacker, aber er hat eben auch nur noch begrenzte Möglichkeiten.

Wer sich hier zurücklehnt und die Mitglieder des ...

Termin–Servicestellen: So werde ich reagieren
Sollte eine solche gesetzliche Regelung kommen, werde ich Neupatienten nur noch in meiner Akut- und Erstpatientensprechstunde annehmen. Je vormittags und nachmittags eine Stunde. Die Zeiten werden auf meiner Homepage stehen und samt Link an die KV gegeben. Meine Online-Terminvereinbarung für Kassenpatienten werde ich canceln (Im Kassenbereich eh zwischen 10 und 20% no-shows) und feste Termine bzw. Online-Termine nur noch für...

Ärzte brauchen kein Streikrecht
Und das nicht etwa, weil sie mental anders "ticken" als (z.B.) Piloten oder Lokomotivführer, weil sie zum Streiken schlicht nicht geeignet sind etc., sondern einzig weil ihren eine wesentliche Voraussetzung für jede Art von Arbeitskampf, die Solidarität untereinander, wie Sie schon zutreffend festgestellt haben, fehlt oder abhanden gekommen ist.

Das wiederum ist die direkte Folge ihrer selbstgewählten Organisationsstruktur in den so genannten "KVen", denen der Gedanke der Solidarität wesensfremd (geworden) ist. Die Idee der Solidarität ist immer verbunden mit der Idee der Gleichheit, wohingegen das "Prinzip KV" ein Prinzip der maximalen Ungleichheit ist...

Der Arzt hat die Verantwortung für Integrität und Schutz der Patientendaten
Nota bene: Das eCard-Projekt ist nicht auf Freiwilligkeit, sondern auf Pflicht angelegt. Zu den technischen Spezifikationen, die am Ende jegliche Freiwilligkeit konterkarieren, könnte ich Ihnen eine Menge sagen!

Gegen freiwillige Punkt-zu-Punkt-Kommunikation hat die FÄ keine Einwände. Auch nicht gegen dezentrale Datenspeichersysteme in der Hand der Patienten.

Bedenken Sie, dass immer der Arzt die Verantwortung für Integrität und Schutz der Patientendaten behält: Berufs-, zivil- und strafrechtlich! Diese Verantwortung nimmt uns niemand ab...

Das Steikverbot lässt sich nur mit Solidarität aushebeln
Was wäre los, wenn alle "Vertragsärzte" ihre "vertragsärztlichen Pflichten" ausnahmsweise mal buchstabengenau nach Gesetz und Vorschrift einhalten würden...? Für Politik und Kassen gar nicht auszudenken!.

Oder gemeinsame Praxisschließungen, bspw. wegen Fortbildungswochen u. dgl. (natürlich mit organisierter Vertretung für Notfälle). Hatten wir in bescheidenem Umfang ja 2009. Die öffentliche Aufregung war damals beträchtlich.

Also, auch damit ließe sich das Steikverbot wenigsten in Teilen aushebeln.

Das würde aber eine breite Solidarität in der niedergelassenen Ärztschaft vorraussetzen. Und da hapert´s leider. Und da helfen Ihre redundanten Parolen und perseverierenden Angriffe gegen angebliche "Neukader" hier im Hippokranet überhaupt nicht weiter. Im Gegenteil...

Conciergeservice für medizinische Behandlung – so läuft es in den USA
Einer meiner Pat. hat einen solchen Vertrag in NYC, das sind 3 Stunden Auto von hier, bekommt sofort Termin, also sofort meint tatsächlich, wenn er am Tunneleingang steht, ruft er an, und ist wenn er auf Manhattan rauskommt, dran, 8-22h. Er braucht wohl 5 min von rein in Praxis ins Behandlungszimmer, und weitere weniger als 5 min bis Kollege ihn sieht. Kosten: $2500/Jahr. Zusätzlich zur Versicherung, versteht sich, der Concierge-Service beinhaltet nicht die Leistungen, die dann zusätzlich abgerechnet (und meistens der Versicherung abgetreten) werden. Meine Zahnwurzelspezialklinik (was die gekostet hat, mir 3 Zähne wurzelbehandeln zu lassen, kann ich hier nicht erzählen. Dafür muß ich auch hier ganz schön ackern.) bietet ...

Wahlen könnten durch die Basisärzte tatsächlich etwas ändern
.... und es bleibt dann halt nur das ohnmächtige Lamentieren.

Das "ohnmächtige Lamentieren" verbuchen die Führungskräfte in KBV und BÄK/Kammern als ihren großen Erfolg !!!
Von da ist keine Besserung zu erwarten.

BFAV, BNF und Freie Ärzteschaft sind allein nicht mächtig genug.

Aber gemeinsam mit

dem (ruhmreichen) Hartmannbund,
dem (ehemals) nicht KBV-hörigen NAV,
dem mitgliederstarken BDI und
einem Hausarztverband ohne Selektivvertragsinteressen

sähe es schon ganz anders aus, weil es keine Körperschaften sind und Wahlen durch die Basisärzte tatsächlich etwas ändern könnten !!
(Wahlen zu den Körperschaften betreffen nur die austauschbaren Personen, ändern aber nichts an der roten Ampel !)

Die Politik weiß ganz genau, wie...

Ein Kassenarzt ist halt mehr Kasse als Arzt
... Als die Krankenkassen noch was für Brillen zahlten, da hieß das ja auch "Kassengestell". Man sah besser, aber nicht besonders gut aus.

So ist das auch beim "Kassenarzt". Erstmal kommt billig.

Das wäre ja ok, wenn man als Pat. für ein besseres und teureres Medikament (oder Heilmittel) zuzahlen könnte. Das geht aber nicht, offensichtlich, weil der Pat. beim Kassengestell vs. PRADA entscheiden kann, beim Medikament aber nicht.

Beim Medikament, und eigentlich bei jeder ärztlichen Leistung, kann und darf zunächst nur der Arzt entscheiden, und zwar natürlich nach ärztlichen Kriterien. Diese sind eigentlich durch die Vorgabe von Leitlinien gegeben, die es in unterschiedlicher Evidenzklasse zu den meisten Fragestellungen gibt.

Wenn nun ein ...

Nur durch Mehrheiten lässt sich etwas verändern
... Die Basis hat zum großen Teil die Delegierten eben nicht mandatiert - weil sie gar nicht erst zur Wahl gegangen sind!

Ich bin mir nicht sicher, wie hoch die Wahlbeteiligung an den KV-Wahlen im Schnitt so war bei den letzten Wahlen, aber ich glaube mich zu erinnern, dass sie nicht wesentlich höher war als bei der Stichwahl in den Kommunen in Bayern am letzten Wochenende (38,5%)

Und dann braucht man sich eben nicht darüber zu wundern, dass es dem "KdÖR-Beton" gelingt, ihre interessierten Mitglieder aus den Berufsverbänden zur Wahl zu motivieren und dafür die sog. Basisärzte uninteressiert in ihren Praxen sitzen und sich nicht an der Wahl beteiligen. Und ebenso braucht man sich nicht darüber zu wundern, dass sich dann an der ...

Dieses System gebiert schleichend eine zunehmende Erosion des ärztlichen Selbstverständnisses
... Der Patient als "Budgetfeind in meinem Kopf" ist wohl die schlimmste Deformierung ärztlichen Denkens, aber zwangsläufige Folge dieses "dysfunktionalen" Systems.

Dieses System gebiert schleichend und quälerisch eine zunehmende Erosion des ärztlichen Selbstverständnisses, wenn medikamentöse Entscheidungen zunehmend angstgetrieben verengt werden, d.h., wenn medikamentöse Entscheidungen - unbeschadet der Bereitschaft zu vernünftigem! Mitteleinsatz - immer das ...

 

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sollten von den KVen konsequent abgelehnt werden.
sind mir egal.

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